Hoch in den Anden

Das mittlerweile fünfte Land unserer Reise liegt hinter uns und wieder sind wir um viele positive aber auch einige negative Erfahrungen reicher. Die Natur in Bolivien ist einfach überwältigend und unglaublich abwechslungsreich, von den tropischen Regionen, über die wir in unserem letzten Beitrag berichtet haben, bis zur dünnen Luft der Anden, die uns sowohl in der Hauptstadt La Paz als auch am Titicacasee ein ums andere Mal außer Atem gebracht hat. Leider hat die Mentalität der Bolivianer gelegentlich für Frust bei uns gesorgt, man muss immer wieder aufpassen nicht über’s Ohr gehauen zu werden und einige sehen im westllichen Touristen wohl nicht viel mehr als einen wandelnden Geldautomaten auf zwei Beinen. Es ist verständlich, dass in einem armen Land wie Bolivien versucht wird möglichst viel Geld mit dem reisenden „Gringo“ zu machen, aber die Dreistigkeit die hierbei teilweise an den Tag gelegt wird ist nicht vergleichbar mit der offenen und fairen Art in den anderen Ländern zuvor. Zum Glück gab es aber auch immer wieder positive Ausnahmen, die wir dann um so mehr zu schätzen wussten.

Steg Titicacasee
Steg am Titicacasee (Copacabana, Bolivien)

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Dem Jaguar auf der Spur

Der letzte Eintrag ist schon wieder zwei Wochen her, Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Wir haben es zum ersten Mal etwas ruhiger angehen lassen, weil wir gemerkt haben, dass wir das Tempo der Anfangszeit wohl kein ganzes Jahr durchhalten können… wir sind ja keine 20 mehr! So haben wir also auch ein paar Tage einfach mal im Hostel verbracht und sind nur abends zum Essen raus gehangen. Hierbei haben wir uns aber fast immer für internationale Restaurants entschieden, da die bolivianische Küche sehr eintönig, fettig und fleischlastig ist. Neben dem Essen sorgt auch die Art vieler Bolivianer immer wieder für etwas Frust bei uns, wir haben es liebevoll die „bolivianische Bräsigkeit“ getauft. Alles ist sehr langsam und oft extrem unkoordiniert und ineffizient. So kommt es schon mal vor, dass der Kellner nach Pias Bestellung den Tisch verlässt und Florian ihm seinen Essenswunsch hinterher schreien muss oder das der Taxifahrer auf die Frage nach dem Fahrpreis nach XY erstmal 3 Minuten in seinen Bart brummelt. Es gibt aber auch viel Positives über dieses Land zu berichten, die Natur ist überwältigend und auch hier haben wir wieder tolle und interessante Menschen kennenlernen dürfen. Das Highlight war unser Aufenthalt im Madidi Nationalpark, bei dem wir zwar keinen Jaguar gesehen haben, ihm aber dank vieler Spuren immer dicht auf den Fersen waren.

Jaguarpfote
Dem Jaguar auf der Spur (Madidi Nationalpark, Bolivien)

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Ein echtes paraguayisches Abenteuer

Schon direkt nach dem Grenzübergang nach Paraguay (die Brücke der Freundschaft über den Río Iguazú) in Ciudad del Este war klar, dass uns hier noch einmal ein kleiner Kulturschock bevorstand. Die Armut vieler Leute ist überall greifbar, an jeder Straßenkreuzung wird versucht ein paar Cent mit allerlei Obst, Gebäck aber auch diversem anderen Ramsch zu verdienen. Auch in unseren Bus nach Asunción stiegen regelmäßig Händler ein und verkauften alles von „Chipas“ (ein Gebäck mit Käse und Kümmel) bis zu externen Akkus für Handys. Am Straßenrand sieht man viele sehr einfache Bretterhütten, auch die Hauptstraßen sind teilweise nicht asphaltiert und bei Regen nicht befahrbar.

Sonnenuntergang Tres Gigantes
Sonnenuntergang im Nirgendwo (Tres Gigantes, Paraguay)

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