Sonne, Meer, Wüste, Vulkane, Salz… einmal alles bitte!

Nach all den Strapazen in Peru haben wir uns in Iquique (unserem ersten Stop in Chile) für eine Woche mal den Luxus eines eigenen Appartements gegönnt, bevor wir uns auf den staubigen Weg in die trockenste Wüste der Welt gemacht haben. Da uns leider etwas die Zeit in Südamerika wegrennt, haben wir uns danach gegen weitere Zwischenstops in Chile und somit für eine 24-stündige Busfahrt nach Valparaíso entschieden. Das UNESCO Weltkulturerbe ist vergleichsweise nur noch einen Katzensprung von Santiago entfernt, von wo aus bald schon unser Pazifikflug nach Hongkong geht.

Uyuni Pia Flo Jeep
Beste Aussicht vom Jeep (Salar de Uyuni, Bolivien)

16.11. – 23.11.2015 Iquique, Chile

In Iquique hatten wir unser eigenes kleines Reich mit großem Balkon und einer kleinen aber gut ausgestatteten Küche inklusive Ofen. Nach den holprigen Wochen in Peru haben wir uns auf diesen entspannten Ort sehr gefreut. Es tat gut mal die Rucksäcke komplett auszupacken, durch die riesigen Supermärkte zu streifen und selbst zu kochen. Pia hat sogar zwei mal leckeres „deutsches“ Brot gebacken. Helge Schneiders hat definitiv recht: „Käsebrot ist ein gutes Brot!“ 🙂

Iquique ist ein entspanntes Städtchen zwischen Bergen und Meer und insbesondere bei Surfern sehr beliebt. Bevor wir hierher kamen, hatten wir eigentlich vor hier einen Surfkurs zu machen. Als wir dann jedoch die Füße das erste Mal im Pazifik badeten, haben wir dies Dank eisiger Zehen doch lieber auf Asien verschoben. Stattdessen entschlossen wir uns zu einem Tandem-Gleitschirm-Flug. Die Bedingungen in Iquique sind ganzjährig perfekt zum Paragleiten. Man startet in den nahegelegenen Bergen und landet nach einem Flug über die Stadt am Strand. Anfangs waren wir beide noch ganz gelassen, aber als wir dann höher und höher in die Berge gefahren wurden, wurden wir doch etwas nervös. Der Vorteil beim Paragleiten im Vergleich zum Fallschirmsprung ist jedoch, dass man nicht springen muss, sondern einfach ein Stück den Berg hinunter läuft, bis der Schirm einen trägt. Wenn man dann einmal mit seinem erfahrenen Piloten in der Luft baumelt, ist die Nervosität bald verschwunden. Wir waren beide überrascht, wie entspannend es sein kann, so seicht durch die Lüfte zu schweben. Wegen der idealen Thermik kann man ewig vor sich hin gleiten und auch immer wieder an Höhe gewinnen. Schließlich landeten wir beide im Schlepptau unserer Piloten zeitgleich sanft am Strand.

Paragleiten Flo
Paragleiten über der Stadt (Iquique, Chile)

Neben Kochen, Essen, Wein auf dem Balkon trinken und Paragleiten haben wir noch einen Ausflug zum stillgelegten Humberstone Salpeterwerk gemacht. Die Miene und das angrenzende Arbeiterdorf gehören zum UNESCO Weltkulturerbe und sind seit 1961 dem Verfall ausgesetzt. Humberstone ist nun eine Geisterstadt in der Wüste wie sie im Buche steht. Bei brennender Sonne und staubiger Luft kann man diese besichtigen und muss immer wieder staunen, wie die Menschen dort damals gelebt und vor allem gearbeitet haben. Für Fotowütige ist dies ein genialer Ort zum Fotografieren. Da dieser Beitrag ansich aber wohl einer der fotogewaltigsten ist, beschränken wir uns hier jedoch etwas und geben nur einen kleinen Eindruck.

Humberstone Pia Flo
Mal wieder im Krankenhaus, diesmal aber gesund! (Humberstone Mine, Chile)
Humberstone
Eines von vielen verlassenen Gebäuden (Humberstone Mine, Chile)

Nach einer Woche „Backpacker-Luxus“ haben wir uns dann mit neuer Abenteuerlust auf den Weg zur Wüstenstadt San Pedro de Atacama gemacht.

23.11. – 25.11.2015 San Pedro de Atacama, Chile

San Pedro de Atacama ist Ausgangsort für diverse Touren und Aktivitäten in der trockenen Atacama-Wüste oder einem der nahegelegenen Nationalparks. Von hier aus wollten wir eine mehrtägige Tour zum Salar de Uyuni in Bolivien starten, da uns dafür wegen unseres paraguayischen Abenteuers in Bolivien die Zeit gefehlt hatte. Wir verbrachten also zwei Nächte in einem Hostel in San Pedro, um die Tour zu organisieren und uns noch die nahegelegene „Valle de la Luna“ anzuschauen. Wenn man das Tal des Mondes besichtigt, fühlt man sich tatsächlich wie auf einem anderen Planeten. Wir hätten uns nicht gewundert, wenn neben unserem fast vollen Mond noch ein weiterer aufgegangen wäre als Beweis dafür, dass wir tatsächlich auf einem anderen Planeten sind 😉

Tres Marias
Die drei Marias (Valle de la Luna, Bolivien)
Düne Valle Luna
Dämmerung im Mond-Tal (Valle de la Luna, Bolivien)
Ausblick Valle Luna
Blick über das Mond-Tal (Valle de la Luna, Bolivien)
Vulkan Vollmond
Vulkan bei Vollmond (Valle de la Luna, Bolivien)

25.11. – 28.11.2015 Uyuni Salzwüsten-Tour, Bolivien

Die 4tägige Tour zum Salar de Uyuni, welcher mit mehr als 10.000 Quadrat­kilometern die größte Salztonebene der Erde ist, führte uns an den ersten beiden Tagen an surrealen Landschaften, Lagunen und Naturschauspielen vorbei, bevor wir am dritten Tag das eigentliche Ziel und Highlight des Ausfluges erreichen sollten. Viele Tour-Teilnehmer reisen dann von Uyuni aus weiter durch Bolivien. Für all diejenigen, die wieder zurrück nach Chile wollen (so wie wir), besteht schließlich der letzte Tag nur noch aus der direkten Rückreise nach San Pedro de Atacama.

Am ersten Tag wurden wir morgens abgeholt und in einer größeren Gruppe zum nahegelegenen Grenzposten gebracht, der sich mitten im Nirgendwo in der kargen Wüste befindet. Nach erfolgreichem Migrationsprozedere (langsam sind wir Stempel-Sammel-Profis) hatten wir dort laut unserem Fahrer das „beste Frühstück in ganz Atacama“. Schließlich wurden jeweils fünf bis sechs Tour-Teilnehmer auf die zahlreichen Geländewagen verteilt. Von nun an wurden wir und unsere drei netten Mitreisenden (zwei Belgierinnen und eine Französin) von unserem etwas wortkargen aber sehr freundlichen bolivianischen Fahrer und Guide Elias über die holprigen Wüstenstraßen chauffiert.

Steinturm Lagune
Ein Steinturm bringt Glück (Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, Bolivien)
Pia Flo Lagune
Vor einer der vielen bunten Lagunen (Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, Bolivien)

Erster Stop waren die natürlichen heißen Quellen, die jeder ausgiebig nutzte, da es in der ersten Unterkunft keine Duschmöglichkeit geben sollte. Erfrischt und nun auch wacher machten wir kurze Pausen an diversen Lagunen und Geysieren, bevor wir am frühen Nachmittag bereits unser Quartier für die Nacht direkt an der Laguna Colorada erreichten. Jeder Halt wurde von Elias kurz kommentiert und die Informationen endeten stehts mit „Pueden sacar fotos!“ (Ihr könnt Fotos machen!). Die Unterkunft sollte mit ca. 4300 m die höchste werden, in der wir bis jetzt übernachtet hatten. Nachmittags merkten wir zwar, dass wir aus der Puste waren, aber das kannten wir ja schon vorher aus La Paz und vom Titicacasee. Nach einem ausgiebigen Mittagessen verbrachten wir den Nachmittag damit die Laguna Colorada zu erkunden und die unzähligen Flamingos zu beobachten. Wir hatten Glück, dass momentan Flamingo-Zeit ist und wir so nicht nur die Schönheit dieser faszinierenden Natur sondern auch diese interessanten und manchmal lustigen Vögel beobachten konnten. Insbesondere hier ging Florians Fotografenherz mal wieder auf und es fällt immer noch schwer, die schönsten dieser vielen tollen Fotos herauszusuchen.

Viele Flamingos
Unzählige Flamingos (Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, Bolivien)
Fliegende Flamingos
Fliegende Flamingos (Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, Bolivien)
Flamingo Reflexion
Flamingo (Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, Bolivien)

Als die Sonne immer tiefer sank und nach und nach mehr Wind aufkam, machten wir uns auf den Weg zurück zu unserer recht spärlichen Unterkunft, die wir wegen diverser Vorwarnungen allerdings noch wesentlich schlechter erwartet hatten. Hier waren wir besonders froh darüber, dass wir uns zuvor mit Alpaka-Wollsachen eingedeckt hatten. Die Auswirkungen der Höhe machten sich sowohl bei unseren Mitreisenden als auch bei uns mehr und mehr bemerkbar. Alle waren außer Atem und hatten starkes Herzrasen. Pia hatte schon den ganzen Nachmittag Kopfschmerzen und als schließlich das Abendessen serviert wurde, kam plötzlich eine starke Übelkeit hinzu. Also übersprang sie das Abendessen und kroch direkt unter die sechs dicken Decken. Am nächsten Tag ging es ihr zum Glück viel besser, Schlafen ist halt doch die beste Medizin…

Laguna Colorada
Laguna Colorada (Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, Bolivien)
Berg Dämmerung
Farbenspiel am Abend (Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, Bolivien)

Am nächsten Morgen mussten wir uns sehr früh aus den Betten und unseren diversen Kleidungsschichten schälen, um pünktlich um 5:30 Uhr losfahren zu können. Auf uns wartete die längste Etappe, also viel Zeit im zum Glück sehr geräumigen Geländewagen. Erneut bestand unser Tag daraus, dass Elias mit uns durch die Wüste bretterte und wir wieder diverse Fotopausen einlegten. So hielten wir diesmal an etwas kleineren Lagunen, am „Árbol de Piedra“ (Baum aus Stein), einem Aussichtspunkt auf einen noch aktiven und rauchenden Vulkan und einer „kleinen“ Salzwüste, welche gar nicht so klein war. Nach einer kleinen Reifenpanne mit tollem Ausblick erreichten wir schließlich recht spät unser Salzhotel. Eigentlich hatten wir erwartet die diversen anderen Gruppen dort wiederzutreffen. Allerdings scheint es in der Region mehrere Salzhotels zu geben und es stellte sich heraus, dass wir die einzigen Gäste in diesem sehr schönen Hotel bleiben sollten. Also genossen wir einen ruhigen Abend zu fünft, den Luxus einer heißen Dusche und eines privaten Doppelzimmers.

Abol de Piedra
Ábol de Piedra (Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, Bolivien)
Bunte Berge
Bunte Berge (Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, Bolivien)
Lagune Reflexion
Reflexion in der Lagune (Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, Bolivien)
Wildhase
Wildehase beim Frühstück (Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, Bolivien)

Am nächsten Tag sollten wir schließlich das eigentliche Ziel dieser Tour erreichen, den Salar de Uyuni. Um den Sonnenaufgang an diesem surrealen Ort erleben zu können, mussten wir uns diesmal noch früher aus dem Bett quälen, um Punkt 5 Uhr war Abfahrt. Die Weite und Mystik dieses einzigartigen Ortes insbesondere bei Sonnenaufgang ist schwer zu beschreiben und auch die Fotos werden dem kaum gerecht.

Uyuni Pia Kopfstand
Die Welt steht Kopf (Salar de Uyuni, Bolivien)
Uyuni Gruppenbild
Unsere Mitfahrerinnen und Elias (Salar de Uyuni, Bolivien)
Kaktusinsel
Die Kaktus-Insel (Salar de Uyuni, Bolivien)

Nach diversen Sprungfotos, Kopfständen und anderen Späßen waren wir nun doch recht munter und fuhren weiter zur Isla Incahuasi, welche auch „Kaktusinsel“ genannt wird. Die Insel ist eigentlich keine richtige Insel mehr, da der Salzsee natürlich schon sehr lange ausgetrocknet ist. Die Aussicht ist jedoch faszinierend und die riesigen Kakteen, die teilweise schon vor der Ankunft der Spanier dort angefangen haben zu wachsen, sind sehr beeindruckend (das musste selbst der Kaktusskeptiker Florian zugeben). Nach einem Frühstück mit wieder mal unglaublichem Ausblick fuhren wir in die Mitte der Salzwüste, um die klassischen Perspektivenfotos zu machen. Wir merkten schnell, dass dies gar nicht so einfach ist, aber dabei jede Menge Spaß aufkommt! Hier verbrachten wir bei strahlender Sonne und T-Shirt-Wetter viel Zeit, sodass sich Elias einfach noch mal im Schatten des Autos schlafen legte. Danach verbrachten wir noch einmal ein paar Stunden im Auto und machten einen letzten Stop an einem Zugfriedhof. Wir waren froh die Tour von Chile aus in dieser Richtung gemacht und das Highlight zum Schluss zu gehabt zu haben. Nach den Weiten des Salars hätte wohl alles andere zuvor eher klein ausgesehen.

Uyuni Pia Sprung
1, 2, 3, Hüpf! (Salar de Uyuni, Bolivien)
Uyuni Pia Flo Kuss
Kuss (Salar de Uyuni, Bolivien)
Pia Flo Uyuni
Kilometerweites Nichts (Salar de Uyuni, Bolivien)
Uyuni Pia Flasche
Yoga auf der Weinflasche (Salar de Uyuni, Bolivien)

Schließlich wurden wir in Uyuni, der dem Salar nächstgelegenen Stadt, abgesetzt und mussten dort ein paar Stunden die Zeit totschlagen, bevor der erste Teil der Rückreise starten sollte. Wir gingen davon aus, dass wir zusammen mit anderen Rückreisenden fahren würden. Nachdem wir allerdings fast zwei Stunden länger warten mussten, als angesagt, stellte sich heraus, dass Elias uns zurückfahren und wir tatsächlich seine einzigen Gäste sein sollten. Wir waren sehr froh darüber, da Elias wirklich ein super Fahrer ist und wir schon so viel schlechtes über die Fahrer in der Atacama-Wüste gehört hatten. Durch die Verzögerung kamen wir allerdings erst sehr spät an unserer letzten Unterkunft an. Hier hatten wir wieder etwas mit der Höhe zu kämpfen. Nachdem wir Elias fragten, wie hoch wir hier seien, bekamen wir nur die Antwort, dass wir gar nicht so hoch wären, sondern uns „nur“ auf 4000 m befänden. Das ist aber immer noch zu viel für uns Flachland-Tiroler!

Zug Suchbild
Suchbild auf dem Zugfriedhof (Uyuni, Bolivien)
Flo Gewichtheben
10 Wiederholungen, 1800 kg (Uyuni, Bolivien)

Am vierten und letzten Tag der Tour fuhren wir erneut um 5 Uhr morgens los. Puh, das ist auf Dauer ganz schön anstrengend! Zum Glück hatten wir ja weiter den Komfort alleine mit Elias im Auto zu sein, sodass wir noch das ein oder andere Mal ein kleines Nickerchen einlegen konnten, wenn denn die huckelige Piste es zuließ. Scheinbar wollte Elias die späte Ankunft am vorherigen Abend wieder gut machen und wir waren tatsächlich die allerersten am Grenzposten. Nach der Ausreise hatten wir ein sehr spärliches Frühstück und wurden überraschend nicht von einem Bus wie auf der Hinfahrt sondern vom Chef persönlich mit einem Auto abgeholt. Scheinbar hatten wir tatsächlich ohne es zu wissen eine Extrawurst gebucht, ohne jedoch sonderlich mehr zu bezahlen als die meisten anderen. Naja, manchmal gewinnt man, manchmal verlieren die anderen 😉 Dadurch, dass wir so früh dran waren, lief die Einreise nach Chile auch extrem schnell und reibungslos ab, sodass wir schon zwei Stunden früher als erwartet wieder in unserem Hostel in San Pedro de Atacama waren.

Insgesamt können wir sagen, dass der Trip eins der Highlights unserer bisherigen Reise war. Unseren Anbieter Lithium Aventuras können wir definitiv weiterempfehlen. Wir hatten bessere Unterkünfte und besseres Essen als die meisten anderen und dazu war unser Guide super nett, nüchtern (leider keine Selbstverständlichkeit in Bolivien) und ein sehr guter Fahrer, sodass wir uns zu jeder Zeit in sicheren Händen gefühlt haben. Die Natur und Landschaft in der Region ist wirklich atemberaubend und sucht auf dieser Erde wohl ihresgleichen. Nach unseren Erfahrungen in Peru waren wir natürlich außerdem sehr froh den Trip im großen und ganzen gesund erleben zu können.

28.11. – 29.11.2015 San Pedro de Atacama, Chile

Nach diesem zwar schönen aber auch sehr anstrengenden Trip und einer ausgiebigen Dusche erholten wir uns den Nachmittag über in unserem netten Hostel. Wir mussten auch etwas neue Energie tanken, da wir für unseren letzten Abend in San Pedro de Atacama ein so genanntes „Star Gazing“ gebucht hatten. Hierbei wird man nachts aus der Stadt zu einem Observatorium gefahren, wo einem etwas Astronomie erklärt wird und man durch diverse Teleskope schauen kann. Nach frühabendlichen Wolken klarte der Himmel zum Glück doch noch auf, sodass wir bei guten Bedingungen diverse Sternenbilder sehen konnten. Dieser Ausflug war durchaus faszinierend, wobei wir doch ein bisschen mehr erwartet hatten. Nach zwei Stunden wurden wir wieder zurück in die Stadt gefahren und fielen totmüde in unsere Etagenbetten.

30.11. – 02.12.2015 Valparaíso, Chile

Am nächsten Tag stiegen wir wieder mal in einen Reisebus Bus, welcher für die nächsten 24 Stunden auf dem Weg nach Valparaíso unser „Zuhause“ sein sollte. Da unser Flug nach Asien immer näher rückt, haben wir lieber eine größere Etappe gemacht, um noch ein paar Tage länger in der Region um Santiago de Chile verbringen zu können. Zum Glück wurden wir vorgewarnt, dass der Bus keine längeren Pausen einlegt, sodass wir uns vorher mit genügend Snacks eindecken konnten. Als wir dann doch einmal für 10 Minuten hielten, artete das in einen Sprint durch das Busterminal aus auf der Suche nach einem Abendbrot. In unserer „Not“ kauften wir uns jeder zwei Käse-Empanadas, welche nicht nur extrem fettig waren, sondern zusätzlich zum Käse auch noch Schinken enthielten. Naja, zum Glück war danach dann auch der Hunger für den Rest des Abends gestillt. Fitter als nach anderen Nachtbusfahrten kamen wir am nächsten Mittag in Valparaíso an. Anfangs überzeugte uns die Stadt noch nicht so wirklich. Sie ist größer und somit lauter als erwartet und der Zugang zum Meer gestaltet sich auch schwierig. Um die Stadt jedoch ein bisschen besser kennenzulernen, entschieden wir uns zu einer Free Walking Tour und wurden eines besseren gelehrt. Wenn man die richtigen Ecken besucht, entfaltet die Stadt ihren ganzen Charme und wir mussten unsere anfängliche Meinung revidieren. Das Stadtbild ist von unzähliger Street Art gezeichnet und wirkt daher sehr farbenfroh. Außerdem gibt es eine große Restaurant- und vor allem Barszene, für welche Valparaíso berühmt und berüchtigt ist. Diese konnten wir uns an unserem letzten Abend natürlich nicht entgehen lassen, sodass wir am nächsten Tag wohl nicht die fittesten waren, die im Bus nach Santiago saßen.

Hier in Santiago haben wir nun noch eine Woche bis zum Abflug Zeit und haben für diese Zeit erneut in ein günstiges Appartement eingecheckt.

Salzige Grüße,
Florian & Pia

17 Gedanken zu „Sonne, Meer, Wüste, Vulkane, Salz… einmal alles bitte!“

  1. Liebe „Weltreisende“,
    nur ein kurzer Kommentar, weil mein Bettchen ganz laut ruft und ich ja morgen leider wieder ins Büro muss (warum habe ich eigentlich nie eine Weltreise gemacht???):
    Wir haben hier ja wirklich schon oft von Euren Berichten geschwärmt und die Fotos in höchsten Tönen gelobt, aber dieser Bericht und vor allen Dingen diese Fotos übertreffen alles.
    Ich hatte heute einen wunderschönen Abend mit zwei netten Mädels, einem tollen türkischen Essen und danach Bastian Pastewka & Komplizen mit „Paul Temple und der Fall Gregory“ – allen Daheimgebliebenen ein Tipp für einen wirkliche gelungenen Abend.
    Aber dann nach Hause zu kommen, nur noch kurz die Mails checken zu wollen, um dann in die Kissen zu fallen und dabei Euren Bericht lesen zu dürfen und die Fotos zu bestaunen – ich habe Pipi in den Augen!!!
    Danke…
    Für die Weiterreise nur das Allerbeste.
    Liebe Grüße,
    Ute

    1. Hehe, danke!
      Ja, die Landschaft war umwerfend und die Fotos, auch wenn viele echt toll geworden sind, werden dem kaum gerecht. Aber wir haben mal wieder gemerkt, dass sich die Anschaffung von Flos Kamara echt gelohnt hat!

  2. Da bei uns mal wieder Renovierungszeit ist habe ich gestern (für mich ehe ungewöhnlich) weder Mails gecheckt noch mich auf FB getummelt, sondern bin nach getaner Arbeit und einer nötigen Dusche direkt ziemlich platt ins Bett gefallen. Um so schöner war es, heute Morgen, diesen sehr beeindruckenden Bericht zu lesen und die faszinierenden Bilder zu sehen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Es ist schön, euch auf der Reise begleiten und an euren Eindrücken teilhaben zu dürfen.
    Die Welt in der wir leben und die ihr euch gerade etwas intensiver anschauen könnt und dürft ist schon extrem schön, manchmal wundersam und meistens faszinierend und grandios.
    Ich freue mich, dass euch die Gesundheit dieses Mal keinen Strich durch die Rechnung gemacht habt und ihr eure Pläne umsetzen konnten.
    Bin in Gedanken bei euch und schicke euch eine dick Umarmung. Passt auf euch auf 🙂

    1. Jap, die Welt in der wir leben ist wirklich faszinierend und wir sollten uns auch viel mehr um sie und die Menschen und Tiere die in ihr leben kümmern.
      Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so viel von dieser Welt erleben können!

  3. Hallo ihr beiden mutigen Weltenbummler
    Spannender ausfuehrlicher Bericht
    Wr koennen uns nur wundern das es so was schoenes gibt
    Die Bilder mal wieder einmalig
    Aber das ihr jetzt auch noch in Lueften schwebt na was kommt denn da noch ..
    Wir sind hin und weg so schoene Dinge von euch zu erfahren
    Habt uns eine grosse Freude gemacht
    Weiterhin alles LIEBE UND IMMERWIEDER schoene und neue Erfahrungen wuenschen euch Oma und Opa

  4. Hey ihr2,
    Super Fotos … War es „in echt“ überhaupt so schön oder sitzt ihr irgendwo in Hannover auf dem Sofa und „helft den Fotos auf die Sprünge“ (wusste damals beim Volleyball -als Pia noch jung war 😉 gar nicht, dass sie soooo hoch springen kann…)
    Scherz beiseite, wir freuen uns, dass ihr diesen wunderschönen Reiseabschnitt gesund und munter erleben konntet.
    Die Bilder erinnern mich an meine bescheiden vergleichbaren Touren; z.b. der Teide mit „Mondlandschaft“, Tal des Todes (Salzwüste), eine Goldgräber-Geisterstadt irgendwo in Arizona (Erinnerung aus 1979), und nicht zuletzt der „fette Hase“… verglichen mit dem Albrecht Dürer Hasen in Nürnberg (vor dem AD-Haus).
    So, jetzt ahnt ihr sicher, dass nicht ihr sondern ich auf der -neuen :-))) Couch sitze …
    Euch eine gute restliche Zeit in Südamerika -kommt da auch der Nikolaus?!?
    Liebe Grüße von uns 🙂 😉

    1. Hehe, das kommt ja immer etwas darauf an, von wo aus die Fotos gemacht werden (das Stichwort ist hier Froschperspektive 😉 )

      Ja, ich hab dabei auch an unseren Urlaub gedacht! 🙂 ♡

      Leider haben wir den Nikolaus wohl verpasst, aber immerhin hatten wir einen Weihnachtsteller mit selbstgebackenen Plätzchen. Det hat aber natürlich nicht lange gehalten 😉 *g*

  5. Was für ein Bericht, was fürFotos, einfach fantastisch. Mir fehlen die Worte! Und wie mutig ihr seid – Hut ab, sich die Welt so von oben anzuschauen…
    Bleibt bei mir doch jetzt schon die bange Frage, was passiert eigentlich, wenn ihr nicht mehr auf Weltreise seid;-)? Diese Vorfreude, diese Spannung, …
    Ich wünsche Euch auf jeden Fall einen tollen 2. Advent und natürlich einen schönen Nikolaus – gab es leckere selbst gebackene Kekse im Stiefel? 😉
    Alles, alles Liebe und weiterhin eine gute und gesunde Reise, nächste Woche geht es schon weiter nach Asien. Fühlt euch gaaaanz doll umarmt

  6. Himmel, sind das tolle Fotos! Danke für die großartigen Beschreibungen. Guten Flug nach Asien, Hongkong ist toll und wird Euch gefallen. Umarmung, bleibt gesund. Hanni

  7. Scheint zumindest die letzten Tage nicht viel passiert zu sein… keine neuen Einträge unter „Ereignis des Tages“… naja, etwas Ausspannen ist ja auch wohlverdient 😉
    LG aus dem zu warmen OB

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