Somewhere beyond the sea… und Geschichtsunterricht an Land

Hatten wir eigentlich schon erwähnt, dass es hier in der Region gerade verdammt heiß ist und das Thermometer häufig an der 40°C Marke kratzt?! Aus genau diesem Grund haben wir unseren Flug von Phú Quốc nach Ho-Chi-Minh City verfallen lassen und lieber die Fähre genommen, um dann die Grenze nach Kambodscha in Küstennähe zu überqueren und weiter am Meer zu bleiben.

Siem Reap Angkor Wat 1
Sonnenaufgang über Angkor Wat (Siem Reap, Kambodscha)

30.03. – 01.04.2016 Kampot, Kambodscha

Als wir mit der Fähre in Hà Tiên ankamen, machten wir als erstes die von einem britischen Auswanderer geführte Oasis Bar ausfindig, welche zugleich als Backpacker-Info und Ticketbüro fungiert. Komischerweise war es uns nämlich sonst nicht möglich, ein Busticket nach Kambodscha zu kaufen. Dort angekommen empfahl uns der Barbesitzer lieber zwei Motorradtaxen zu nehmen, da dies schneller, flexibler und gleichzeitig auch noch etwas günstiger ist als der Bus. Somit holten uns nach unserem Frühstück seine zwei kambodschanischen Freunde ab, brachten uns zur Grenze, warteten bis wir die Grenzbeamten genügend geschmiert und dann alle Formalitäten erledigt hatten und brachten uns anschließend in die kambodschanische Stadt Kampot.

Kampot ist ein sehr entspannter kleinerer Ort, der reizvoll an einem Fluss gelegen ist. Hier checkten wir in unser nettes Hostel ein, welches erst vor zwei Monaten eröffnet hatte. Während der Suche nach unserem Mittagessen bekamen wir die Hitze wieder ordentlich zu spüren und wurden ganz schön geröstet. Puh! Hier ist sogar Florian über Klimaanlagen dankbar. 😉

Kampot Prost
Prost (Kampot, Kambodscha)

Den Rest des Tages verbrachten wir dann im Schatten auf der Dachterrasse unseres Hostels mit Blick auf den Fluss, auf der ein angenehmer Wind wehte. Viel mehr kann man leider bei der Hitze auch nicht machen. Am nächsten Morgen machten wir dann also auch genau da weiter, wo wir am Vorabend aufgehört hatten, wobei wir weiter an unseren Fähigkeiten im Piquet (ein skatähnliches Kartenspiel für zwei Personen, welches wir uns vor ein paar Wochen beigebracht haben) feilten.
Um aber doch noch ein wenig „aktiv“ zu werden, hatten wir für den Abend eine Sonnenuntergangs- und Glühwürmchen-Bootstour gebucht. Hierbei muss man sich immerhin nicht großartig bewegen. 😉
Die Abkühlung im Fluss und der Sonnenuntergang vom Boot waren toll, die anschließende Glühwürmchen-Tour mit einem anderen Boot hätte man sich allerdings sparen können. Aber was soll’s, für insgesamt 5 Dollar (inklusive einem Freibier) pro Person konnte man nicht viel falsch machen.

Kampot Schwimmen
Willkommene Abkhülung im Fluss (Kampot, Kambodscha)
Kampot Sonnenuntergang
Sonnenuntergang auf dem Fluss (Kampot, Kambodscha)

Am nächsten Morgen ging es dann auch schon weiter mit dem Minibus nach Sihanoukville. Hierbei ist uns mal wieder aufgefallen, dass hier in Asien vieles so wirkt, als würden die Leute das zum ersten Mal machen. So wurden wir zwar relativ pünktlich am Hostel eingesammelt, dann allerdings zu einer „Busstation“ gebracht, wo wir dann ohne jegliche Information vor uns hin warteten, nur um schließlich wieder in exakt den selben Minibus einzusteigen, in dem wir vorher schon saßen.
Aber inzwischen sind wir ja alte Hasen im Reisen und einiges gewöhnt, so konnten wir uns entgegen der Anweisungen des Fahrers (der uns mit zwei anderen in die letzte Reihe quetschen wollte, obwohl diese nur drei Sitze hat) die vorderen Plätze mit der meisten Beinfreiheit sichern. Tja, Dreistheit siegt und manchmal muss man halt auch mal egoistisch sein, diese Lektion haben wir mittlerweile gelernt. So erreichten wir dann also recht entspannt nach ca. 3 Stunden Sihanoukville.

01.04. – 07.04.2016 Sihanoukville, Kambodscha

Sihanoukville (mal wieder ein typischer Ort des Banana-Pancake-Trails und leider auch Wohnort von vielen fiesen alten weißen Männern, die sich nicht benehmen können) ist der einzige Tiefseehafen Kambodschas, durch seine vielen Strände ein sehr beliebter Badeort und außerdem Ausgangspunkt zum Insel-Hopping. Hier verbrachten wir vorerst nur eine Nacht, denn am nächsten Morgen ging es für uns auf ein Tauchboot (ein so genanntes „Liveaboard“), um innerhalb der nächsten zwei Tage fünf verschiedene Tauchgänge zu absolvieren und unseren fortgeschrittenen Open Water Tauchschein zu machen. Zusammen mit einigen Gleichgesinnten, zwei Tauchlehrern und der Bootscrew machten wir uns früh morgens auf den vierstündigen Weg nach Koh Tang, der Insel mit den besten Tauchrevieren der Region, welche nur mit einem Zweitages-Trip erreichbar ist.

Sihanoukville Otres Beach
Otres Beach (Sihanoukville, Kambodscha)

Noch vor dem Mittagessen hatten wir unseren ersten Tauchgang: „Peak Performance Buoyancy“… welcher Werbetexter hatte sich wohl diesen Titel ausgedacht? Hierbei lernten wir nur durch unserer Atmung unseren Auftrieb im Wasser so sehr zu kontrollieren, dass wir letztendlich fast wie Astronauten in der Schwerelosigkeit treiben konnten, was für ein Gefühl! 🙂 Abgesehen davon hatten wir bei sehr guter Sicht auch wieder die Möglichkeit das interessante Riffleben zu beobachten.
Nach dem Mittagessen folgte dann der zweite Tauchgang. Hierbei ging es um Unterwassernavigation, wobei wir mit und ohne Kompass unseren Weg finden mussten und zum Schluss noch im Quadrat tauchen sollten (klingt einfacher als es ist). Durchaus hilfreich war hierbei unsere Fähigkeit zum logischen Denken. Unser Mitschüler verließ sich beim Navigieren eher auf sein „Bauchgefühl“ und verschwamm sich deswegen. Aber wir wissen ja, der Kompass lügt nicht! Bei diesem Tauchgang hatten wir allerdings so viele Aufgaben zu meistern, dass leider nicht viel Zeit blieb, um interessante Dinge zu beobachten.
Noch vor dem Abendessen sollte dann der Nachttauchgang folgen, was insbesondere Pia noch etwas Unbehagen bereitete. Mit großen Lampen bewaffnet sprangen wir unter Sternenhimmel ins dunkle Unbekannte. Wir waren echt erstaunt, wie viel man trotzdem sehen konnte! Rückblickend haben wir den Nachttauchgang beide als sehr spannend, aber durchaus auch entspannend empfunden und spätestens hierbei mussten wir die zuvor gelernten Sachen (Buoyancy Control und Navigation) direkt anwenden.
Halb verhungert (tauchen macht einfach unglaublich hungrig!) machten wir uns dann über das Abendessen her, bevor wir noch fix unsere Hausaufgaben für den nächsten Morgen machten und dann platt aber glücklich ins Bett bzw. auf unsere Pritsche fielen.

Sihanoukville Boot Pia
Entspannen zwischen den Tauchgängen (Sihanoukville, Kambodscha)

Am nächsten Morgen wurden wir von den ersten Sonnenstrahlen geweckt und konnten direkt den herrlichen Blick auf die idyllische Insel Koh Tang genießen.
Als allererstes stand nun unser vierter Tauchgang auf dem Plan: der Tieftauchgang. Wir tauchten bis auf 30 Meter runter, verglichen dort unsere Instrumente und sahen, wie sich die Farbwahrnehmung verändert, je tiefer man kommt. Da man in dieser Tiefe durch den Druck aber wesentlich mehr Luft verbraucht, mussten wir schnell auch wieder den Aufstieg beginnen. So dauerte der gesamte Tauchgang nur gut 20 Minuten. Wenn man hiervon noch die Zeit für das Auf- und Abtauchen abzieht bleibt am Grund nicht mehr wirklich viel Zeit übrig.
Prinzipiell endet jeder Tauchgang immer spätestens dann, wenn einer der Taucher wenig Luft übrig hat (oder man sein „No Compression Stop Limit“ erreicht) und da Florian mit seiner Pferdelunge mit 120% Lungenvolumen einen enormen Durchsatz hat, hatten wir seine Druckanzeige immer ganz genau im Blick.

Nach einem ausgiebigen Frühstück und anschließender Entspannungspause sollte nun noch der fünfte und somit letzte Tauchgang folgen: Fischidentifikation. Wenn man die Theorie im Buch liest, hört sich das nicht ganz so schwer an und auch der Tauchgang sollte eher ein Fun Dive werden, aber wenn der Tauchlehrer dann auf einen beliebigen Fisch zeigt und man auf einer kleinen Karte mit nur ganz groben Skizzen auf die jeweilige Fischfamilie zeigen soll, gestaltet sich dies jedoch als sehr schwierig. Bei 21.000 verschiedenen Arten ist das aber auch kein Wunder. Außerdem hat man auf Fotos und Schemata leider auch keine Ahnung, wie groß der beschriebene Fisch im wahren Leben ist. Weiteres Wissen hierüber lernt man dann wohl erst mit zunehmender Erfahrung.
Nach unserem letzten Tauchgang traten wir dann die Rückreise nach Sihanoukville an. Insgesamt war der Kurs zwar sehr kostspielig, hat sich aber dennoch auf jeden Fall gelohnt. Wir haben nicht nur unglaublich viel dazu gelernt und Erfahrungen gesammelt, sondern auch nette Leute kennengelernt und die Chance bekommen, in den weit abgelegenen Tauchrevieren vor Koh Tang zu tauchen.

Sihanoukville Fisch
Bunter Fisch (Sihanoukville, Kambodscha)
Sihanoukville Koralle
Bunte Koralle (Sihanoukville, Kambodscha)

Für den selben Abend hatten wir uns dann noch mit dreien unserer Mittaucher (Justin aus Kanada, Karla und James aus Hawaii, alle drei leben aber in Phnom Penh) zum Essen verabredet. Eigentlich waren wir alle totmüde, aber essen mussten wir ja so oder so. Auf Justins Vorschlag hin landeten wir schließlich in einem Sushi-Restaurant. Alleine wären wir dort wahrscheinlich nicht essen gegangen, da es zum einen etwas teurer war (d.h. europäische Preise) und zum anderen Sushi in Entwicklungsländern nicht ganz ungefährlich ist. Das Sushi war aber super frisch und extrem lecker, außerdem war es dank Happy Hour auch für uns Backpacker bezahlbar.
Nachdem wir lecker gegessen und schon das ein oder andere Bier getrunken hatten, wurden wir netterweise noch auf einen Whisky eingeladen, das konnten wir natürlich nicht ausschlagen (guter Whisky ist als Importgut hier in Asien sehr teuer und daher kamen wir bis jetzt auf der Reise nur ganz selten in den Genuss, abgesehen vom Lao „Whisky“). Als wir irgendwann freundlich hinaus gebeten wurden (wir waren mittlerweile die einzigen Gäste), landeten wir schließlich noch in einer Bar, wo es tatsächlich frisch gezapftes Bier für sage und schreibe 25 Cent pro Glas gab. Wir hatten noch einen sehr netten und lustigen Abend mit unseren Mittauchern. Man kann sich jedoch sicherlich vorstellen, wie der nächste Tag ausgesehen hat, wir waren nur froh, dass wir im Gegensatz zu manch anderem nicht arbeiten mussten.

Sihanoukville Parrotfish
Parrotfish (Sihanoukville, Kambodscha)
Sihanoukville Moräne
Moräne, gut getarnt (Sihanoukville, Kambodscha)

Für unseren letzten Tag in Sihanoukville hatten wir noch eine Schnorchel-Tour gebucht. Wir wären zwar gerne nochmal tauchen gegangen, jedoch ist tauchen leider ein recht kostspieliges Hobby und Schnorcheln kostet nur einen Bruchteil hiervon. Während also die anderen Leute auf dem Boot sich in ihre Tauchausrüstung zwangen, sprangen wir nur mit Maske, Schnorchel und Flossen bewaffnet ins Wasser und paddelten Richtung Küste. Wir waren sehr erstaunt, wieviel wir nur von der Oberfläche aus sehen konnten. Außerdem konnten wir so unser eigenes Tempo machen und dabei auch das ein oder andere Foto schießen. Neben diversen verschieden großen bunten Rifffischen hatte Pia sogar das Glück ein paar ziemlich große Barrakudas und eine Moräne zu sehen.

Sihanoukville Schnorcheln Pia
Into the Blue (Sihanoukville, Kambodscha)
Sihanoukville Schnorcheln Flo
Luft anhalten! (Sihanoukville, Kambodscha)

Der Ausflug vor die Insel Koh Rong Samloem (auf der wir im Nachhinein gesehen gerne ein paar Nächte verbracht hätten) hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir haben wieder viel gesehen, nette Bekanntschaften gemacht und den Tag bei dem heißen Wetter angenehmerweise auf dem Boot und im Wasser verbringen können.
Nachdem wir zum Abschluss noch einmal in dem Sushi-Restaurant gegessen haben (Happy Hour!), nahmen wir am nächsten Morgen den Bus nach Phnom Penh, Kambodschas Hauptstadt.

07.04. – 10.04.2016 Phnom Penh, Kambodscha

Wer aufmerksam gelesen hat, wird sich an dieser Stelle wahrscheinlich zu Recht fragen, was uns denn doch noch bei dieser Hitze in die Hauptstadt verschlagen hat. Wir hatten festgestellt, dass die Busse von der Küste aus nach Siem Reap (dem Ausgangspunkt zu den berühmten Tempeln von Angkor) sowieso alle über Phnom Penh fahren, also haben wir statt einer langer lieber zwei etwas kürzere Etappen gemacht. Außerdem ist Phnom Penh als Hauptstadt auch historisch sehr interessant und hat dazu noch die Vorteile einer Großstadt: Supermärkte, große Apotheken und gute Restaurants. Um unseren Aufenthalt dort so angenehm wie möglich zu gestalten, haben wir uns diesmal ein etwas besseres Hotel mit Pool gegönnt, was sich als sehr gute Entscheidung herausgestellt hat.

Den ersten Tag verbrachten wir dann auch überwiegend am Hotelpool und in einer (angenehm temperierten) Mall, wo wir unsere Vorräte aufstockten. Für den zweiten vollen Tag hatten wir uns ein Tuk Tuk samt sehr nettem Fahrer organisiert, womit wir in das grausame Geschichtskapitel der Roten Khmer eintauchen sollten. Wir besuchten erst die so genannten Killing Fields und anschließend das Tuol-Sleng-Genozid-Museum.
1975 kamen die Roten Khmer, eine maoistisch-nationalistische Guerillabewegung, an die Macht und versetzten Kambodscha für 3 Jahre in Angst und Schrecken. Die Roten Khmer wollten die Gesellschaft mit Gewalt in einen Agrarkommunismus überführen. Hierbei wurde die Bevölkerung Phnom Penhs fast vollständig vertrieben und die Militärherrschaft mündete in einem Massenmord an der kambodschanischen Bevölkerung. Bis zum Ende dieser Schreckensherrschaft 1978 fielen den Roten Khmer etwa 1,7 bis 2,2 Millionen Kambodschaner zum Opfer, was etwa einem Drittel der damaligen Gesamtbevölkerung entspricht.
Das Tuol-Sleng-Genozid-Museum ist ein ehemaliges Gymnasium, welches unter den Roten Khmer zum Gefängnis S-21 für die systematische Folterung von Häftlingen umfunktioniert wurde. Heute dient es als Museum und Gedächtnisstätte zur Erinnerung an die dort begangenen Verbrechen.

Phnom Penh S21
Tuol Sleng Prison Museum (Phnom Penh, Kambodscha)

Wer in das Gefängnis eingeliefert wurde, galt schon als tot und sollte nur noch sein „Geständnis“ ablegen. Es wurden selten nur Einzelpersonen inhaftiert, normalerweise wurde die komplette Familie (samt Kindern) verhaftet und nach und nach umgebracht, damit keiner zurückbleiben konnte um Rache zu nehmen. Die Gefangenen mussten unter extremer Folter „Verbrechen“ (wie z. B. den Diebstahl zweier Bananen) gestehen, die sie angeblich begangen hatten und außerdem die Namen ihrer „Kollaborateure“ preisgeben. Die Folterknechte waren erst zufrieden, wenn sie mehrere Namen und ein ausreichendes Geständnis hatten. Dann wurden die Gefangenen in Gruppen auf die Killing Fields gebracht und dort umgebracht und in Massengräbern verscharrt. Die Menschen, deren Namen während der Folter fielen, wurden natürlich auch bald samt Familie inhaftiert und so entwickelte sich S-21 zu einer menschenfressenden Killermaschine.
Auf den Killing Fields wurden die Menschen schließlich brutal ermordet. Um Munition zu sparen und keinen Lärm zu erzeugen (alles unterlag größter Geheimhaltung), wurden die Menschen mit verschiedensten Gegenständen erschlagen und ihnen danach die Kehle aufgeschlitzt, um sicherzustellen, dass sie wirklich tot waren. Babies und Kleinkinder wurden an den Füßen gehalten und an einem Baum zerschmettert.
Solche Institutionen gab es natürlich nicht nur in Phnom Penh, die hiesige war jedoch die größte und grausamste.
Auf den Killing Fields kommen nach jedem Regen noch immer Knochen und Kleidungsreste zum Vorschein, welche dann eingesammelt und beigesetzt oder aufgebahrt werden.

Phnom Penh Killing Fields 1
Eines von vielen Massengräbern (Phnom Penh, Kambodscha)
Phnom Penh Killing Tree
Killing Tree (Phnom Penh, Kambodscha)

Sich diese grausamen Orte anzuschauen schnürt einem wirklich die Kehle zu und all dieses Leid ist kaum greifbar und erst recht nicht in Worte zu fassen.
Wir hatten uns bewusst dazu entschieden wegen der Hitze zuerst vormittags die Killing Fields zu besichtigen und dann das Museum, auch wenn die umgekehrte Reihenfolge wahrscheinlich chronologisch mehr Sinn gemacht hätte.
Wenn man sich vorstellt, dass man gerade an unzähligen noch begrabenen Gebeinen vorbeigeht und sich dabei auch noch vorstellt, was sich hier abgespielt haben muss, krempelt sich einem fast der Magen um. Die gnadenlose Hitze und die aufgebahrten Totenschädel in der Gedächtnisstupa tragen da nicht gerade zur Besserung bei.
Da die beiden Orte relativ weit auseinander liegen, hatten wir wenigstens im Tuk Tuk etwas Zeit uns hiervon zu erholen.

Phnom Penh Killing Fields 2
In den Gräbern gefundene Kleidung (Phnom Penh, Kambodscha)
Phnom Penh Killing Fields 3
Schädel der Ermordeten (Phnom Penh, Kambodscha)

Die Besichtigung des Gefängnisses S-21 stellte sich als noch beklemmender heraus, da man sich häufig in den Zellen befand und zudem auch noch diverse Fotos und Gemälde ausgestellt waren. Wir waren mit Sicherheit nicht die einzigen, die gewisse Kapitel ihres Audio-Guides lieber im Freien hörten.
Positiv anzumerken ist, dass sowohl im Museum als auch bei den Killing Fields Audio-Guides verfügbar sind. Diese würden wir auch jedem empfehlen, da man so noch einmal einen tieferen Einblick in dieses grausame Kapitel der kambodschanischen Geschichte erhält. Beide Orte waren wirklich sehr gut organisiert und die Betrachtung der eigenen Geschichte macht auf uns einen sehr differenzierten und aufklärenden Eindruck, womit wir hier in Asien nicht unbedingt gerechnet hatten.
Insgesamt war dieser Tag für uns sehr anstrengend, sowohl psychisch als auch körperlich. Wenn man sich aber etwas mit Kambodscha beschäftigen möchte, ist dies ein Kapitel, welches man unmöglich auslassen kann, um dieses faszinierende Land mit seiner extrem freundlichen Bevölkerung besser zu verstehen.

Um unsere Laune wieder ein bisschen aufzumuntern sprangen wir natürlich noch mal in den Pool unseres Hotels und gingen abends sehr lecker indisch essen. Am nächsten Morgen nahmen wir dann den Bus nach Siem Reap.

10.04. – 14.04.2016 Siem Reap, Kambodscha

Siem Reap ist der Ausgangsort zur berühmten Tempelanlage Angkor Wat, welche neben der Tempelstadt Bagan in Myanmar wahrscheinlich das kulturelle Highlight in Südostasien ist. Hier hatten wir vier Nächte eingeplant, um genügend Zeit zur Besichtigung der riesigen Tempelanlage zu haben. Zu unserer Überraschung fand dieses Jahr Khmer Neujahr (das Ende der Ernteperiode) am 13.04. statt und wir sollten noch am eigenen Leib erfahren, wie die Khmer dieses Event feiern, aber dazu später mehr.

Nach unserer Ankunft mussten wir leider feststellen, dass die Temperaturen hier mindestens genauso hoch wie in Phnom Penh waren und wir darüber hinaus in unserem Hotel weder Pool noch Klimaanlage hatten. Die erste Nacht war trotz Ventilator auf höchster Stufe und nassem Handtuch als „Decke“ fast unerträglich heiß. Auf die Frage nach einem Zimmer mit Klimaanlage wurden wir auf den darauffolgenden Tag vertröstet, da leider alles ausgebucht war.
Nach dieser ersten wenig erholsamen Nacht wurden wir nach einem erstaunlich guten Frühstück um 8 Uhr morgens von unserem Tuk Tuk Fahrer, der uns für die nächsten zwei Tage kutschieren würde, abgeholt. Wir hatten für diesen Tag die große Tempelrundfahrt gebucht, bei der wir diverse Tempel, die relativ weit auseinander liegen, besichtigen sollten. Durch die Hitze war dies ziemlich anstrengend, jedoch hatte man im Tuk Tuk durch den Fahrtwind zwischendurch eine wilkommene kleine Abkühlung und Erholungsphasen. An dieser Stelle lassen wir einfach mal ein paar Bilder sprechen:

Siem Reap Tempel 1
Löwen vor den Toren eines Tempels (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Tempel 2
Kopflose Wandverzierung (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Tempel 3
Wächter (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Tempel 4
Drachen (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Tempel 5
Tempel, überall Tempel… (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Tempel 6
Hier nagt der Zahn der Zeit (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Tempel 7
Wächter der Brücke (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Tempel 8
Gesichter (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Tempel 9
Tempelruine (Siem Reap, Kambodscha)

Für den nächsten Tag hatten wir die kleine Tempelrundfahrt inklusive Sonnenaufgang am Angkor Wat gebucht. „Klein“ bedeutet hier, dass die Distanzen zwischen den Tempeln (und somit auch unsere Erholungs- und Abkühlungsphasen im Tuk Tuk) kürzer waren. Wir starteten also um 5 Uhr morgens um den Sonnenaufgang am Angkor Wat (dem Herzstück der Tempelanlage von Angkor) bewundern zu können.

Siem Reap Angkor Wat 2
Sonnenaufgang 2 (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Angkor Wat 3
Sonnenaufgang 3 (Siem Reap, Kambodscha)

Nach diesem beeindruckenden und farbenfrohen Schauspiel besichtigten wir den riesigen Tempel von innen. Für das Kernstück des Tempels gelten (wie häufig in Tempeln) gewisse konservative Kleidervorschriften, d.h. man muss sowohl Schultern als auch Knie bedecken. Wir hatten daher extra unsere Hemden zum überziehen dabei. Florian hatte außerdem seine Zip-Hosen-Beine und Pia einen Sarong (ein großes Tuch, als Wickelrock bindbar) mitgebracht. Zu Pias Verärgerung werden diese Regeln bei Frauen meistens strenger angewendet als bei Männern, so konnte Florian mit kurzer Hose (man konnte die Knie sehen) eintreten, wohingegen Pia der Eintritt trotz Sarong verwehrt wurde. Pia blieb also schmollend zurück während sich Florian weiter umschaute. Nach einiger Überzeugungsarbeit von Florian suchten wir uns eine ruhige Ecke in der sich Pia Florians nun lange Zip-Hose überzog und Florian nur mit dem Sarong bekleidet zur Belustigung einiger Touristen zurückblieb. Was für ein Anblick! 😉

Siem Reap Pia Hose
Diese Hose gefällt auch den Sittenwächtern (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Flo Rock
Ich muss leider draußen bleiben (Siem Reap, Kambodscha)

So hatte auch Pia die Chance den Kern von Angkor Wat zu erkunden. Hierbei merkten wir allerdings auch wieder, dass die meisten Tempel sowie auch andere interessante Gebäude von außen häufig viel spannender und beeindruckender sind als von innen. Nach Angkor Wat folgten noch mehrere auch wieder ziemlich große und laufintensive Tempel. Diese Tour war wohl für unseren Tuk Tuk Fahrer entspannter als die am Tag davor, für uns jedoch war sie noch anstrengender und wir waren sehr froh, als wir nachmittags endlich wieder im Hotel ankamen. Zum Glück konnten wir nun in ein Zimmer mit Klimaanlage wechseln, wo wir erstmal ausgiebig Siesta machten und uns wieder auf Normaltemperatur herunter kühlten.

Siem Reap Angkor Wat 4
Angkor Wat von Osten (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Buddha
Buddha Statue (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Mönche
Mönche in einem der Tempel (Siem Reap, Kambodscha)

Die zwei Sightseeing-Tage waren wegen der Hitze zwar enorm anstrengend, jedoch auch extrem beeindruckend! Es ist schon erstaunlich, was frühere Kulturen alles erbaut haben. Was uns wahrscheinlich noch mehr beeindruckt hat, ist die Tatsache wie sich die Natur ihr Territorium über die Jahrhunderte wieder zurück erobert. So war beispielsweise einer der Tempel halb „aufgefressen“ von riesigen wuchernden Bäumen.

Siem Reap Baum
Tempeleingang mit Begrünung (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Pia Flo
Die Natur holt sich alles zurück (Siem Reap, Kambodscha)
Siem Reap Tempel 10
Diese Bäume wachsen überall (Siem Reap, Kambodscha)

Am Abend gingen wir im Stadtzentrum essen und danach noch in einer Bar etwas trinken. Als wir die Bar verlassen wollten stellten wir fest, dass draußen auf der Straße Kinder und Jugendliche angefangen hatten sich mit Babypuder zu bepudern. Dieses Spektakel konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Nach und nach gesellten sich immer mehr Leute dazu und das Ganze artete in eine riesige Straßenparty inklusive Puder- und Wasserschlacht aus. Nachdem wir dann auch das erste Puder abbekommen hatten, bewaffneten wir uns mit Dosenbier und Babypuder und feierten zusammen mit den Einheimischen und einigen anderen überraschten Touristen rein ins neue Khmer-Jahr. Silvester bei über 30°C hat definitiv was für sich! Etwas abseits der Straßenparty trugen wir (als bepuderte und komplett durchnässte Touristen) natürlich zur Belustigung vieler Einheimischen bei. 🙂
Diese Puder- und Wasser-Straßenparty sollte sich an den nächsten Abenden fortsetzen, jedoch wird uns wohl besonders dieser Silvesterabend durch unsere Unwissenheit und die daraus resultierende Überraschung am meisten in Erinnerung bleiben.

Siem Reap Khmer New Year
Happy Khmer New Year (Siem Reap, Kambodscha)

Den nächsten Tag ließen wir erst einmal ruhig angehen, wir hatten nun ja zum Glück eine Klimaanlage. Da mit uns insbesondere bei der Hitze an diesem Tag nicht viel anzufangen war, gingen wir in einem anderen Hotel mittags essen und durften daraufhin den dortigen Pool benutzen. Das ist mal ein fairer Deal! 😉
Für den frühen Abend hatten wir einen Cocktail-Mix-Kurs gebucht. Es war ja schließlich Khmer Neujahr. Von unserer sehr netten und hervorragend englisch sprechenden Barkeeperin lernten wir vier einzigartige, leckere Cocktails, welche allesamt mit lokalen Kräutern zubereitet werden. Natürlich durften wir diese anschließend auch verköstigen. Nach unserem anschließenden Abendessen (das war nach den teilweise starken Cocktails auch dringend nötig) hielten wir uns diesmal von der Puderparty fern und tranken noch entspannt zwei der Cocktails, die wir zuvor gelernt hatten, diesmal vom Profi zubereitet.

Siem Reap Cocktails
Frische Zutaten für ungewöhnliche Cocktails (Siem Reap, Kambodscha)

Am Nachmittag des darauffolgenden Tages ließen wir schließlich Kambodscha hinter uns und bestiegen den Flieger nach Singapur.

14.04. – 19.04.2016 Singapur

Singapur ist neben Bangkok der Hub für Südostasien und die meisten bezahlbaren Interkontinentalflüge starten und landen entweder hier oder in Bangkok. Kein Wunder also, dass dieser Stadtstaat das letzte Land für uns in Asien sein sollte.
Singapur gilt als eine der Städte mit den weltweit höchsten Lebenshaltungskosten. Insbesondere Wohnraum ist durch das begrenzte Territorium extrem teuer. So landeten wir in einem 8er Zimmer eines Hostels für dessen Preis wir in anderen Ländern Asiens enormen Luxus bekommen hätten. Singapur ist ein „Exot“ verglichen mit den anderen Ländern der Region und hat daher auch diverse Spitznamen wie z.B. „Die einzige Shopping-Mall mit Sitz in den Vereinten Nationen“ oder auch „Disneyland mit Todesstrafe“. Die „Schweiz Südostasiens“ ist nicht nur verhältnismäßig teuer und natürlich sehr reich, sondern auch sehr sauber und extrem gut organisiert. Was für eine Wohltat nach so langer Zeit im restlichen Chaos der Region!

Singapur Moschee
Sultan Moschee (Singapur)

Die Regierung hat es durch teilweise drakonische Strafen und Gesetze geschafft, das Land weitestgehend frei von Müll, Chaos, Gesetzeswidrigkeiten und anderen Unannehmlichkeiten zu halten. Essen und trinken in öffentlichen Verkehrsmitteln wird beispielsweise mit 500S$ (ca. 325€), Rauchen im Rauchverbot mit 1000S$ (ca. 650€) geahndet. Rechtswidrig die Straße überqueren kann auch teuer werden und im schlimmsten Fall sogar mit einer Menge Sozialstunden (mit denen man dann auch die reichen Leute kriegt) bestraft werden. Außerdem ist betteln und aufdringliches Anquatschen/Verkaufen verboten. Für eine Großstadt ist Singapur zudem sehr fußgängerfreundlich und natürlich mit sehr guten und effizienten öffentlichen Verkehrsmitteln versehen. All dies macht den Aufenthalt hier sehr angenehm und man kann es hier durchaus ein paar Tage aushalten.

Singapur Skyline
Skyline bei Nacht (Singapur)

Ein weiterer großer Unterschied zu den wahrscheinlich meisten Ländern ist der hiesige Mix verschiedener Kulturen. Die meisten Einheimischen haben entweder chinesische, malayische, indische oder westliche Wurzeln, ca. ein Drittel der Einwohner sind außerdem hier lebende Expats (d.h. Menschen aus anderen Ländern, die dauerhaft hier wohnen). Alle öffentlichen Beschriftungen sind demnach in englisch, chinesisch, malayisch und tamilisch. Die Regierung hat natürlich auch in dieser Angelegenheit Gesetze erlassen, welche z.B. Diskriminierung zwischen den verschiedenen Gruppen und Religionen unterbindet. So wirkt das Zusammenleben (zumindest oberflächlich für uns) ziemlich harmonisch. Dieser Mix an Kulturen und Nationalitäten ist auch ein Grund für das weltbekannte Essen. Man bekommt hier einfach alles was das Herz begeht (wenn man bereit ist den meist für uns zu teuren Preis zu bezahlen). Dennoch sind wir auf Grund einiger Tipps aus dem Hostel und zufälligen Funden bei der Stadterkundung in den Genuss sehr leckeren Essens gekommen (auch wenn wir das ein oder andere Mal aus Budget-Gründen auf Subway oder der gleichen zurückgreifen mussten).
Eine weitere Sache, die hier enorm teuer ist, ist Alkohol. Die Regierung erhebt eine ziemlich hohe so genannte „Sündensteuer“, um ausschweifendes Nachtleben und Sauftourismus in Grenzen zu halten. Die reichen Singapurer scheint das aber herzlich wenig zu interessieren und sie gönnen sich nicht nur ein Bier für 7€ aufwärts. Den normalen Budget-Backpacker werden diese Preise allerdings durchaus vom Alkoholkonsum abhalten. Naja, ein bisschen Abstinenz tut uns nach Kambodscha auch durchaus mal ganz gut. 😉

Singapur Hotel
Marina Bay Sands Hotel (Singapur)

Ein weiterer Aspekt Singapurs ist die wahrscheinlich weltweit höchste Dichte an Shopping-Malls. Obwohl wir beide keine großen Shopping-Fans sind, verirrten wir uns meistens mehrmals täglich in eine der diversen Malls. Zum einen sind diese klimatisiert und es gibt dort kostenlose Toiletten, zum anderen mussten bzw. wollten wir ein paar Sachen neu kaufen. Am wichtigsten: Flipflops!! Nach über vier Wochen Wandersandalen fühlt man sich damit fast wie neu geboren! 😉 Außerdem hat Florian nun endlich ein Stativ für seine Kamera und sowohl eine neue Sonnenbrille als auch endlich wieder eine Cappie gegen die Sonne.

Insgesamt haben wir die Vorzüge dieser überaus angenehmen Großstadt also sehr genossen! Morgen heißt es dann schließlich Abschied nehmen von Südostasien und in den Flieger auf die Seychellen steigen. Wir freuen uns schon enorm auf unsere knapp zwei Wochen „Interkontinentalurlaub“, dort haben wir dann ja auch endlich wieder Meer! Wer hätte gedacht, dass es uns Landratten mal so zum Wasser ziehen würde…

In diesem Sinne ist dies unser letzter Eintrag aus Asien, wir melden uns dann wieder aus Afrika!

Verschwitzte Grüße,
Florian & Pia

PS:
Wir haben mittlerweile ein paar Fotos von unseren Mittauchern unseres ersten Tauchkurses auf Koh Tao, Thailand bekommen und diese in den alten Blogeintrag eingefügt.

7 Gedanken zu „Somewhere beyond the sea… und Geschichtsunterricht an Land“

  1. Hey ihr Lieben, bin heut früh über euern Eintrag „gestolpert“ und war „gefesselt“ (obwohl ich natürlich wie immer keine Zeit habe) … Erlebnisse der Extreme… von 30m Tauchtiefe über hochprozentige „Glastiefe“, dann diese bedrückende Geschichtsstunde … bis zu tollen Tempelanlagen und Erlebnissen „quer Beet auf den Straßen“ … und dann noch dieser „Zip-Hosen-Sarong-Tausch“ 🙂
    Hi, hi, das sieht wirklich klasse aus … und auch das „nicht mit dem Klammersack, aber trotzdem gepuderte“ Outfit 🙂
    KLASSE, so jetzt muss ich aber fix meine „Hausaufgaben“ nachholen.
    Euch einen guten Flug und viel Spaß auf den Seychellen!!!!
    Fühlt euch ganz lieb geknuddelt!

  2. Was für ein Bericht! Selbst als Leserin nehme ich das Wechselbad der Gefühle war!
    Ich bin Euch sehr dankbar, dass Ihr uns die Möglichkeit gebt, so an Eurer Reise und Euren Eindrücken teilnehmen zu lassen.
    Jetzt gibt es für Euch erst einmal Badeurlaub! Dafür wünsche ich Euch alles Liebe und Gute und eine tolle Zeit!
    Seid ganz lieb umärmelt

  3. Na da ist man ja nach dem man diesen tollen Bericht gelesen hat total aufgewuehlt
    Kann ein Mensch in so kurzer Zeit so viele phantastische Erlebnisse ueberhaupt verkraften ..
    Die spannenden Geschichten und die beeindruckenden Bilder sind mal wieder der HAMMER
    Leider habt ihr auch bedrueckendes ueber vergangene Kriegsjahre in Vietnam besichtigen koennen
    Aber das ist halt Geschichte die ihr ja auch erfahren wollt
    Die schoenen Unterwassererlebnisse die euch so faszinieren sind auch fuer uns in anbetracht der Bilder ganz schoen spannend
    Bleibt weiterhin fit und trotz grosser Hitze immer gut gelaunt damit ihr euch weiterhin in der Zeit die euch noch verbleibt nur schoenes erlebt
    In Gedanken sind wir immer bei euch und haben euch sehr lieb Oma und Opa

    1. Ja, das war alles sehr viel in letzter Zeit, aber auch super spannend und interessant!
      Die Hitze hat uns aber eh dazu genötigt, alles etwas langsamer angehen zu lassen, das war vielleicht auch ganz gut so.
      Fühlt euch gedrückt!

  4. Ein unglaublicher Bericht, der dem Leser sehr gut das Wechselbad der Gefühle vermittelt. Ihr habt es mal wieder geschafft, mich mitzunehmen.
    Bei dem Versuch der Vorstellung, was diese Menschen alles grauenvolles erlebt haben und dem Nichtbegreifen, wie manche Menschen zu solchen Taten gegen andere Menschen fähig sind, bleibt doch die Erleichterung und Hoffnung , da ihr schreibt, dass ihr die Bevölkerung dort als extrem freundlich empfunden habt. Ich kann mir gut vorstellen, wie sehr einem beim Betrachten solcher Erinnerungsstätten der Hals zuschnürt, die bedrückende Stimmung stand zwischen den Zeilen…
    Und dann dieser Kontrast zur wunderschönen Unterwasserwelt, zur Puderschlacht und zum Hosenwechsel… Flo kann alles tragen 🙂
    Ich glaube, den Badeurlaub habt ihr jetzt auch verdient, ich hoffe bei etwas weniger drückender Hitze könnt ihr euch den ein oder anderen Cocktail schmecken lassen 😉
    Ich wünsche euch eine tolle Zeit und vor allem viel Gesundheit 🙂

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