Wildes Afrika

Während der erste Teil des Overlandings von erstaunlichen und teilweise bizarren Landschaften geprägt war (mal abgesehen von vereinzelten Antilopen und Straußen), sollten wir nun mehr und mehr die tierreichen Nationalparks erkunden. Das nächste große Highlight auf unserer Tour war der Etosha Nationalpark im Norden Namibias.

Okawvngodelta Elefant 1
Afrikanische Postkartenidylle (Okavangodelta, Botswana)

22.05. – 23.05.2016 Uis, Namibia

Da die Distanz von Swakopmund nach Etosha allerdings zu lang für eine Etappe war, machten wir noch einen kurzen Zwischenstop in Uis. Der Ort an sich hat nicht viel zu bieten und auch der Campingplatz war verglichen zu allen anderen eher unterdurchschnittlich. Auf dem Weg nach Uis hatten wir dafür jedoch die Möglichkeit, unsere Mittagspause am Fuße der Spitzkoppe zu machen. Die Spitzkoppe, welche auch als „Matterhorn Namibias“ bezeichnet wird, ist ein Inselberg, welcher seine Umgebung um 700 Meter überragt. Sie ist sehr markant und durch die flache Umgebung schon gut von Weitem sichtbar.
Bevor es aber Mittagessen geben sollte, begaben wir uns auf eine geführte Wanderung durch die Landschaft um den Berg. Hierbei besichtigten wir sehr alte Wandmalereien, genossen die hervorragende Aussicht und lernten einiges über die Bushmans und ihre frühere Kommunikation und Lebensweise.
Den Rest des Tages verbrachten wir dann wieder im Truck und natürlich im Camp.

Spitzkoppe
Das „Matterhorn Afrikas“ (Spitzkoppe, Namibia)
Spitzkoppe Aussicht
Aussicht in die karge Landschaft (Spitzkoppe, Namibia)

23.05. – 25.05.2016 Taleni Etosha Village, Namibia

Am nächsten Tag starteten wir früh Richtung Etosha. Bevor wir allerdings in unserem Camp ankamen, hielten wir noch kurz mitten im Nirgendwo, wo ein paar Stände von Herero-Frauen aufgebaut waren und diese (angeblich) handgemachte Souvenirs verkauften. Für ein kleines Trinkgeld ließen sich die Frauen außerdem in ihren prächtigen Gewändern fotografieren. Dieser Halt war uns persönlich sehr unangenehm, da die ganze Aktion doch eher an einen menschlichen Zoo erinnerte und relativ wenig mit Respekt vor der lokalen Bevölkerung und ihrer Kultur zu tun hatte. Anstatt also zu Paparazzis zu werden vertraten wir uns lieber ein wenig die Beine.

Etosha Schild
Achtung Elefanten (Etosha Nationalpark, Namibia)

Nach einiger weiterer Zeit im Truck erreichten wir schließlich unser Camp außerhalb des Etosha Nationalparks, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen sollten. Am nächsten Morgen starteten wir unseren ersten Game Drive durch den Nationalpark. Bei einem Game Drive fährt man in einem Fahrzeug (in diesem Fall unser Truck Amandla) durch tierreiche Nationalparks in der Hoffnung möglichst viele und interessante Tiere vor die Linse zu kommen (ursprünglich schoss man natürlich nicht mit der Kamera sondern mit dem Gewehr, aber Wilderei ist ja zum Glück mittlerweile verboten und wird auch je nach Land sehr hart bestraft).

Bei unserem ersten Game Drive hatten wir sehr viel Glück. Direkt am ersten Wasserloch konnten wir ein durstiges Löwenmännchen beobachten, welches mit seiner bloßen Anwesenheit die Zebras in Schach zu halten schien, sodass diese mit dem trinken warten mussten, bis der König der Tiere sich irgendwann wieder vom Acker machte. Außerdem sahen wir auch unsere ersten Elefanten und wir hatten das große Glück zwei Nashörner beobachten zu können. Natürlich beobachteten wir auch jede Menge „Small Game“, d.h. Zebras, Giraffen, Gnus, Oryxantilopen, Springböcke etc. Sehr zufrieden kamen wir schließlich zurück zum Camp.

Etosha Löwe
Junger Löwe beim morgendlichen Spaziergang (Etosha Nationalpark, Namibia)
Etosha Elefant 1
Elefantenbulle am Wasserloch (Etosha Nationalpark, Namibia)
Etosha Nashorn
Leider ein seltener Anblick: Nashorn am Wasserloch (Etosha Nationalpark, Namibia)
Etosha Zebras
Viel trinken ist wichtig, auch für Zebras (Etosha Nationalpark, Namibia)

25.05. – 26.05.2016 Okaukuejo, Namibia

Nach einem sehr frühen Campabbau und Frühstück starteten wir unseren zweiten Game Drive, diesmal mit vollem Gepäck, da wir die nächste Nacht in einem Camp innerhalb des Nationalparks verbringen sollten. Diesmal sahen wir bei weitem nicht so viele Tiere wie am Tag zuvor. So ist das halt in der Wildnis, die Natur ist kein Zoo. Neben ein paar vereinzelten Antilopen und ein paar Elefanten zeigte sich jedoch, wenn auch nur weit in der Ferne (Fernglas!), ein sehr seltener Erdwolf, den selbst unser Guide Matt noch nie gesehen hatte. Also hatten wir doch noch ein bisschen Glück gehabt.

Etosha Elefant 2
Rüsselakrobatik (Etosha Nationalpark, Namibia)
Etosha Elefant 3
Duschen mal anders (Etosha Nationalpark, Namibia)
Etosha Pia
Pia in der Etosha-Pfanne (Etosha Nationalpark, Namibia)

Abends sollte uns das Glück dann doch wieder komplett einholen. Als wir nach dem Essen noch dem Wasserloch, welches sich direkt außerhalb unseres (natürlich abgezäunten) Campingplatzes befand, einen Besuch abstatteten, fanden wir nicht nur eine große Herde (ca. 20 Tiere) durstiger Elefanten vor, sondern auch insgesamt fünf Spitzmaulnashörner. Kaum zu glauben, dass wir fünf Exemplare dieser stark vom Aussterben bedrohten Tiere an einem Abend beobachten konnten. Traurigerweise muss man anmerken, dass unsere Nachfahren möglicherweise nie in den Genuss eines solchen Anblicks kommen werden, da die Wilderei auf der Jagd nach den kostbaren Hörnern bis heute nicht gestoppt werden konnte.

Etosha Nashorn Nacht
Nächtlicher Besucher am Wasserloch (Etosha Nationalpark, Namibia)
Etosha Sonnenuntergang
Sonnenuntergang in der Wildnis (Etosha Nationalpark, Namibia)

26.05. – 27.05.2016 Grootfontain, Namibia

Das nächste Stück der Reise sollte wieder eine Übergangsetappe werden. Wir hatten also einen langen Fahrtag im Truck vor uns und erreichten erst relativ spät das Camp. Nach dem Essen saßen wir noch mit ein paar Anderen gemütlich mit dem ein oder anderen Glas Wein am Lagerfeuer und verarbeiteten gemeinsam die vergangenen spannenden Tage.

27.05. – 28.05.2016 Divundu, Namibia

Auch der nächste Tag war wieder geprägt von langer Fahrzeit. Als wir abends an unserem Campingplatz am Fluss ankamen genossen wir den Ausblick auf den Cubango Fluss und hielten Ausschau nach den Flusspferden, die dort angeblich jeden Tag zu sehen sind. Nach einiger Zeit geselligem Beobachtens zeigte sich dann tatsächlich auch erst ein Flusspferdkopf und schließlich mehrerere immer mal wieder. Das war natürlich das Highlight des Tages und die Fotografen unter uns waren sichtlich begeistert. Der krönenede Abschluss war natürlich der Sonnenuntergang am Fluss.

Divundu Flusspferd
Flusspferd beim Gähnen (Divundu, Namibia)

28.05. – 29.05.2016 Maun, Botswana

Am nächsten Tag überquerten wir die Grenze nach Botswana und stellten schon ein paar Meter nach dem Grenzübergang fest, dass zu Florians Freude Botswana scheinbar ein Esel-Land ist. Überall wo man hinschaut, sieht man statt Kühen, Schafen, Ziegen, oder Antilopen einfach nur Esel.
In Maun verbrachten wir eine Nacht, die kleine Stadt ist Ausgangsort für diverse Exkursionen im Okavangodelta. So sollten auch wir die darauffolgenden zwei Nächte in der Wildnis des Deltas verbringen und hierfür mussten wir natürlich noch einkaufen und unsere Tagesrrucksäcke packen.

29.05. – 31.05.2016 Okavangodelta, Botswana

Nach einer erholsamen Nacht startete unsere dreitägige Exkursion ins Okavangodelta. Wir wurden in mehreren Wagen abgeholt und zu einem Fluss gebracht. Von hier stiegen wir um in die traditionellen Mokoros (aus einem Stamm angefertigte Kanus), die von einem Poler mit einer langen Stange gesteuert werden. Das sieht erstmal recht einfach aus, wenn man es dann aber selber ausprobiert, braucht es doch schon etwas Übung und vor allem einen guten Gleichgewichtssinn, wie Florian am eigenen Leib erfahren durfte.

Okavangodelta Mokoro
Mit dem Mokoro in die Wildnis (Okavangodelta, Botswana)
Okavangodelta Mokoro Flo
Vorsicht Krokodile, bloß nicht kentern… (Okavangodelta, Botswana)

Nach ca. zwei Stunden kamen wir an dem Ort an, den unser Guide als Camp ausgewählt hatte. Hier campten wir nun das erste Mal in der Wildnis und nicht auf einem Campingplatz. Es gab also keine Waschhäuschen und auch sonst keine Annehmlichkeiten der Zivilisation. Statt Toiletten gab es dann ein gebuddeltes Loch etwas abseits vom Camp, welches man mit Spaten und dem sehr wichtigen „weißen Gold“ besuchen konnte. Statt der Dusche gab es dann die „Mexican Shower“, Feuchttücher sind eine super Erfindung! 😉

Nachdem wir erfolgreich unser Camp aufgebaut hatten, folgte eine sehr lange Siesta, die mehr als genug Zeit zum entspannen, quatschen und Karten spielen bot. Als es nachmittags schließlich kühler wurde, teilten wir uns in vier Gruppen auf und begaben uns mit unseren einheimischen Guides auf einen „Game Walk“. Hierbei sahen wir wieder viele Tiere, neben jeder Menge Zebras, Gnus und Antilopen auch einen Elefanten.

Zurück im Camp wurde es auch langsam dunkel und sobald die Sonne weg war, kühlte es empfindlich ab. Wie gut, dass unsere Crew ein großes Lagerfeuer machte. Dieses war allerdings nicht nur dafür da, uns etwas aufzuwärmen sondern insbesondere um alle möglichen Tiere fern zu halten. So wurden wir natürlich auch in die nächtlichen Pinkel-Vorsichtsmaßnahmen eingeweiht. Normalerweise sind Menschen so laut, dass sich Tiere nicht nähern. Wenn aber alle schlafen und das Camp ruhig ist, kann es schon mal sein, dass sich das ein oder andere Tier etwas näher herantraut und wir reden hier nicht nur von Antilopen. Man soll also bevor man das Zelt nachts verlässt, einmal die Umgebung ableuchten und nur rausgehen, wenn man nichts hört und nichts sieht und nur so kurz wie möglich draußen verweilen. Insbesondere sollte man sich natürlich nicht vom Camp entfernen und „kleine Geschäfte“ auch lieber hinter dem Zelt verrichten und nicht erst bis zum Loch laufen. Ist ein Gang zum Loch doch mal in der Nacht nötig, so sollte man auf jeden Fall mit seinem „Toiletten-Buddy“ gehen, der währenddessen Wache schiebt. Da keins der Tiere auf die Idee kommen würde ins Zelt einzubrechen (für sie ist es lediglich ein Felsbrocken) und Dank dieser Vorsichtsmaßnahmen ist das Campen im Busch trotz wilder Tiere relativ sicher.

Okavangodelta Benson
Benson kocht eines seiner vielen guten Essen (Okavangodelta, Botswana)
Okavangodelta Pia Flo
Game Walk durch das Delta (Okavangodelta, Botswana)
Okavangodelta Zebra
Junges Zebra im Sonnenuntergang (Okavangodelta, Botswana)

Nachdem wir alle die erste Nacht im Busch überlebt hatten (auch wenn die Meisten sichtlich verfroren aus ihren Zelten krabbelten) und uns beim Frühstück am Feuer aufgewärmt hatten, starteten wir zu einem weiteren Game Walk. Nach den letzten langen Tagen im Truck waren wir für die Bewegung unglaublich dankbar. Wieder konnten wir jede Menge Tiere aus der Fußgängerperspektive beobachten, unter anderem ganze zwölf Giraffen, zwei Warzenschweine, ein paar Paviane und jede Menge Gnus, Zebras und Antilopen.

Zurück am Camp folgte erneut eine für unseren Geschmack schon etwas zu lange Siesta. Auf der anderen Seite will man aber auch vermeiden in der Mittagssonne unterwegs zu sein und so relaxten wir wieder und vertrieben uns die Zeit mit Karten spielen. Abends brachen wir schließlich zu einem Sonnenuntergangs-Cruise mit den Mokoros auf. Hierbei hatten wir das Glück sehr nah an einen am Ufer grasenden Elefanten heranzukommen. Auf dem Wasser ist man halt um einiges leiser als zu Fuß. Auch der darauf folgende Sonnenuntergang war mal wieder spektakulär! (Wir hoffen wir nerven euch nicht zu sehr mit Sonnenunter- und aufgangsfotos, aber es ist einfach immer wieder ein spektakuläres Schauspiel! 😉 )

Okavangodelta Elefant 2
Elefant aus nächster Nähe (Okavangodelta, Botswana)
Okawango Delta Sonnenuntergang
Sonnenuntergang am Fluss (Okavangodelta, Botswana)

Nach dem Essen sang die Crew ihre traditionellen Lieder und tanzte dabei am Feuer. Hierbei hatten alle so sehr Spaß, dass man merken konnte, dass dies wirklich Teil ihrer Kultur ist und nicht nur als Show für die Touristen gemacht wird. Natürlich wurden wir nicht nur bei diversen Tänzen sondern auch bei ein paar Spielen, die traditionell wohl zu Weihnachten gespielt werden, mit eingebunden. Das Ganze war so unglaublich lustig, dass man sich nach einiger Zeit wirklich den Bauch vor Lachen halten musste. Ein hervorragender Abschluss für eine sehr spannende Exkursion!

In unserer letzten Nacht im Delta war es dann tatsächlich so weit. Florian musste das Loch aufsuchen und weckte natürlich seinen Toiletten-Buddy Pia. Wir leuchteten also vorsichtig die Umgebung ab und alles schien ruhig. Als Pia dann Schmiere stand, hörten wir plötzlich ein Brüllen, was nicht allzu weit entfernt schien und wir verschwanden so schnell wie möglich wieder im Zelt. Wir hörten das Gebrüll noch ein paar mal in der Nacht, sogar durch die Ohrstöpsel, aber im Zelt waren wir ja zum Glück sicher. Morgens beim Frühstück fragte uns dann der Guide, ob wir letzte Nacht den Löwen gehört hatten. Jup, haben wir! Da Löwen aber sehr laut brüllen, ist es natürlich schwer zu sagen, wie weit er letztlich wirklich weg war. Wahrscheinlich klang es viel näher, als er wirklich war.

31.05. – 01.06.2016 Maun, Botswana

Nach dem Frühstück bauten wir unser Camp ab, beseitigten alle Spuren und wurden in den Mokoros wieder zurück nach Maun gebracht. Als wir hier unsere Zelte wieder aufgebaut hatten, stürmten alle erst einmal die Duschhäuschen. Zum Glück gab es hier ausnahmsweise wesentlich mehr als nur die sonst üblichen zwei Duschen! Wir schrubbten so lange, bis wir wenigstens wieder einigermaßen sauber waren. Wir haben mittlerweile die Hoffnung aufgegeben uns auf diesem Trip noch einmal komplett sauber zu fühlen, dafür ist es einfach viel zu staubig! Nachdem wir uns gesäubert hatten, folgten die vor Dreck stehenden Klamotten, natürlich per Handwäsche, so läuft das halt. 😉

Für den Nachmittag hatten wir einen Rundflug über das Delta gebucht. Wir waren anfangs etwas skeptisch ob es das Geld wirklich wert ist, haben uns dann aber von Matt überzeugen lassen, dass dies eine der tollsten Aktivitäten ist, die man auf der ersten Hälfte des Trips machen kann. Wir stiegen also mit anderen Leuten aus unserer Gruppe in den 6-Sitzer ein und die siebte Person durfte auf dem Sitz des Copiloten Platz nehmen. Als wir alle im Flieger saßen, fragte uns der Pilot, ob wir Achterbahnen mögen. Wir dachten es wäre eine Scherzfrage und sagten lächelnd ja. Die ersten Eindrücke waren überwältigend! Erst aus der Luft bekommt man ein Gefühl für die immense Größe des Okavangodeltas. Wir sahen viele Elefanten, welche natürlich wegen ihrer Größe auch aus der Luft relativ einfach zu sehen sind und außerdem eine riesige Büffelherde, viele Antilopen, einige Flusspferde, ein paar Krokodile und ein paar Giraffen… faszinierend!

Wir hatten allerdings vorher nicht bedacht, dass es in so einem kleinen Flugzeug auch durchaus mal etwas wackelig werden könnte. Normalerweise macht uns dies auch nichts aus. Als dann der Pilot allerdings anfing seine engen Kreise über der Büffelherde zu ziehen, damit wir besser sehen konnten, wich den meisten (uns inklusive) die Farbe aus dem Gesicht. Wir hatten leider vorher keine Reisetabletten genommen, ein grober Fehler! Wären wir fünf Minuten später gelandet, hätten wir wahrscheinlich beide von der Tüte Gebrauch machen müssen, aber so sind wir gerade noch mal mit einem blauen Auge davongekommen. Alle Insassen (außer wahrscheinlich der Kapitän) waren letztlich sehr froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Bei dieser Aktion kann man sich jedoch gut auf die selektive Erinnerungsfähigkeit des Gedächtnisses verlassen, welches sich im Nachhinein an die positiven Sachen erinnert und die Negativen ausblendet. Wir werden sicherlich nicht mehr in ein so kleines Flugzeug steigen, ohne uns nicht vorher mit Reisetabletten gedopt zu haben. 😉

Okavangodelta Flug 1
Blick aus dem Flieger auf Elefanten (Okavangodelta, Botswana)
Okavangodelta Flug 2
Elefantenherde von oben (Okavangodelta, Botswana)

01.06. – 02.06.2016 Kasane, Botswana

Die nächste Etappe führte uns nach Kasane. Dort angekommen ging es nach dem mittlerweile routinierten Aufbau des Camps zurück in den Truck. Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Bootsanleger am Chobe River und bestiegen einen kleinen Flussdampfer, um die nächsten 3,5 Stunden bei einem „Sunset-Cruise“ den Chobe Nationalpark vom Wasser aus zu erkunden.

Schon nach kurzer Fahrt bekamen wir am Flussufer die ersten Krokodile zu Gesicht, die sich die afrikanische Sonne auf die Schuppen scheinen ließen. Ein paar Minuten weiter Flussabwärts stießen wir dann auf die ersten Flusspferde, die sich von uns nicht aus der Ruhe bringen ließen und weiter seelenruhig Berge von Seegras vertilgten.

Chobe Boot Krokodil
Krokodil beim Sonnenbaden (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Boot Flusspferd 1
Flusspferd mit Nachwuchs (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Boot Flusspferd 2
Gestern gab’s wohl Bohnen… (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Boot Flusspferd 3
Kein Verstecken vor Florians Teleobjektive (Chobe Nationalpark, Botswana)

Schon aus weiter Ferne konnten wir die vielen Elefanten sehen, die teilweise bis zum Bauch im Wasser standen und sich ebenfalls die lokale Flora schmecken ließen.

Chobe Boot Elefant 1
Elefant beim Abendessen (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Boot Elefant 3
Elefanten beim „Rüsseln“ (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Boot Elefant 4
Relaxen am Pool… (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Boot Elefant 2
In Reih und Glied… (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Boot Elefant 5
Elefant genießt die letzten Sonnenstrahlen des Tages (Chobe Nationalpark, Botswana)

Die Bootstour, die wir wieder auf Matts Empfehlung hin zusätzlich gebucht hatten, hat uns beide total begeistert und nach einem (wieder einmal) fantastischen Sonnenuntergang verließen wir gut gelaunt den kleinen Dampfer.

Chobe Boot Pia
Das Ende eines spannenden Tages (Chobe Nationalpark, Botswana)

02.06. – 03.06.2016 Chobe Nationalpark, Botswana

Den nächsten Vormittag verbrachten wir entspannt in unserem Camp am Fluss, doch schon am Nachmittag stand das nächste Highlight auf dem Programm: Ein Game Drive im offenen Truck durch den Chobe Nationalpark und anschließendes Zelten im Busch.
Wir packten also unsere Tagesrucksäcke mit dem Nötigsten, luden sie zusammen mit den Zelten und Lebensmittelvorräten auf einen großen Jeep und bestiegen dann alle gemeinsam das offene Allrad-Gefährt.

Die nächsten vier Stunden ging es dann über sandige Buckelpisten immer tiefer in den Nationalpark, auf der Suche nach den tierischen Bewohnern dieser Region. Auch hier wurden wir wieder nicht enttäuscht und begegneten unzähligen Elefanten, Büffeln, diversen Antilopen, einer großen Gruppe Paviane und auch dem ein oder anderen Flusspferd und Krokodil. Der absolute Höhepunkt waren aber die Löwen, denen wir uns bis auf wenige Meter nähern konnten. Wir hätten die Schatten unter dem Baum wohl nicht bemerkt, dem geschulten Auge unseres lokalen Fahrers entgingen sie jedoch nicht und so brachte er uns ganz nah ran an die beeindruckenden Raubkatzen.

Chobe Kudu
Kudu beim futtern (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Warzenschwein
Warzenschwein mit Schlammpackung (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Giraffe
Die hat doch nen Vogel! (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Löwe 1
Löwin im Schatten (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Löwe 2
Löwen beim Dösen (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Vogel 1
Nicht nur spannende Säugetiere (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Vogel 2
Einer von unzähligen Vögeln (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Elefant 1
Überall Elefanten! (Chobe Nationalpark, Botswana)
Chobe Pavian
Paviane mit ihrem Nachwuchs (Chobe Nationalpark, Botswana)

Kurz nach Sonnenuntergang erreichten wir unser Camp und zu unserer großen Überraschung und Freude hatte die Transport-Crew unsere Zelte bereits aufgebaut und Benson wartete mit einem wie immer leckeren Essen auf uns. Während des Essens gab es auch wieder das obligatorische Sicherheitsbriefing. Auch hier war wieder besonders beim nächtlichen Toilettengang auf rote Augen in der Dunkelheit zu achten.

Die Nacht verlief aber diesmal ereignislos und nach dem Abbau der Zelte und einem frühen Frühstück bestiegen wir erneut den Truck und fuhren durch die empfindlich kühle Morgenluft zurück nach Kasane.

03.06. – 06.06.2016 Victoria Falls, Simbabwe

In Kasane bestiegen wir direkt wieder den Truck und steuerten das letzte Ziel der ersten Hälfte des Trips an, Victoria Falls in Simbabwe. Das kleine Städtchen ist benannt nach den gleichnamigen Wasserfällen, die wir auch direkt nach unserer Ankunft besichtigten.
Wie schon an den Iguazu Falls in Südamerika waren wir wir auch hier wieder beeindruckt von der schieren Naturgewalt des Wassers.

Victoria Falls 1
Blick von oben (Victoria Falls, Simbabwe)
Victoria Falls 2
Beeindruckende Wassermassen (Victoria Falls, Simbabwe)
Victoria Falls 3
Regenbogen ohne Regen (Victoria Falls, Simbabwe)
Victoria Falls Pia Flo
Etwas durchnässt aber glücklich (Victoria Falls, Simbabwe)

Am nächsten Morgen nach einem letzten gemeinsamen Frühstück hieß es dann Abschied nehmen. Für etwa zwei Drittel unserer Gruppe endete hier ihre Reise durch Afrika, wir hingegen werden mit sechs weiteren Mitstreitern aus der „alten Truppe“ einen neuen Truck mit neuen Mitreisenden und neuer Crew besteigen und das Abenteuer Ostafrika in Angriff nehmen.
Bis zu unserer morgigen Abreise haben wir uns für zwei Nächte ein Upgrade auf ein kleines Zimmer gegönnt, um mal für kurze Zeit dem Zelt zu entfliehen und dann frisch gestärkt und gut ausgeschlafen die zweite Hälfte anzugehen.

Tierische Grüße,
Pia & Florian

11 Gedanken zu „Wildes Afrika“

  1. Ich sag nur: HAMMER
    Da kommt man von einem sehr ereignisreichen Wochenende aus Hamburg zurück, eh voll toller Eindrücke einer bezaubernden Stadt und ließt dann diesen Bericht. Bei euren Berichten ist ja ein gewisser Flash immer vorprogrammiert, aber dieser Bericht hat mal wieder neue Maßstäbe in jegliche Richtung gesetzt. Hammer Bilder, Hammer Bericht, schön und kurzweilig zu lesen, spannend und lustig.
    Ich beneide euch beide sehr und freue mich für euch, dass ihr solche Erfahrungen machen könnt. Natürlich freue ich mich auch, dass der Löwe so weit weg war und euch nicht beim k….. na ihr wisst schon
    Passt ja auf euch auf!! Wir denken an euch!

    1. Hehe, als wir den Bericht geschrieben haben und insbesondere als wir die Bilder eingefügt haben, haben auch wir erneut gestaunt. Es ist gar nicht so einfach das in der Erinnerung alles noch auf die Reihe zu bekommen. Aber das Blog schreiben hilft sehr dabei und ist eine super Erinnerungsstütze für uns.

      Morgen fahren wir noch einmal zurück in den Chobe Nationalpark in Botswana, bevor es dann weiter geht nach Sambia.

      Freut mich sehr, dass ihr so ein unvergessliches Wochenende hattet! *g* 🙂

      Fühl dich gedrückt!

  2. Hallo ihr Lieben,
    wieder mal ein absolut toller Bericht. Habe kurz überlegt die Jungs zu wecken um ihnen die Fotos zu zeigen. Aber nur ganz kurz….. 😉

    Ich musste beim Lesen gerade schmunzeln, als es um den nächtlichen Kloausflug ging. Hanno und Jonne haben letzte Woche im Garten angefangen ein Loch zu graben und als ich etwas später, beim Wäsche aufhängen, zu ihnen guckte standen beide mit runter gelassenen Hosen da und haben reingepinkelt. Eine Pieselgrube war das, habe ich mir erklären lassen…
    Gibt es auch hier 🙂 Nur das Löwengebrüll hat gefehlt. (Zum Glück)

    Ich freue mich immer von euch zu lesen aber noch mehr freue ich mich, dass ihr bald wieder zurück kommt. Bleibt gesund und munter, ganz liebe Grüße aus Engensen
    Ali und ihre ganzen Männer

    1. Das ist ja sehr vorbildlich, dass die beiden extra ein Loch buddeln und nicht einfach so an den Baum oder ans Haus pinkeln 🙂

      Wir freuen uns auch echt schon auf zu Hause und das Wiedersehen mit der buckligen Verwandtschaft!

  3. Ja was sollen wir noch dazu sagen
    Uns fehlen die Worte auszudruecken was auch wir beim lesen und Bilderbestaunen empfnden
    Das ihr diese wunderbare Tierwelt und das Leben dieser Menschen und all der Gefahren die auch dieses einzigartige Umfeld mit sich bringen kann erlebt ist einfach nicht zu toppen
    Auch in den letzten paar Wochen die ihr noch in diesem schoenen Land geniessen koennt alles Gute und noch viel Freude an den neuen Dingen die ihr erfahren duerft
    Also dann aufmerksam sein und alles speichern damit ihr uns spannende Geschichten uebermitteln koennt
    Wir freuen uns schon kommt gesund zurueck Alles Liebe von Oma und Opa

  4. Hallo ihr Lieben,
    endlich finde ich Zeit, mal wieder in Ruhe euren Bericht zu lesen und denke bei den Bildern an unseren Urlaub in Namibia. Bis auf die Flußpferde haben wir auch alles erlebt. Nachts saßen bei uns die Kojoten vorm Zelt, aber unser Zelt war ja auf dem Autodach und somit sicher. Nur vor denAffen hatte ich sehr großen Respekt. Aber eure Berichte sind immer sehr anregend und zeigen, dass es noch viel zu entdecken gibt.

    Liebe Grüße von uns dreien aus Kleinburgwedel.

    1. Die Kojoten hatten wir auch schon vorm Zelt… zum Gluck aber nicht IM Zelt 😉
      Die Affen waren bis jetzt friedlich, aber man muss schon sehr aufpassen, besonders auf sein Essen!
      Liebe Grüße aus Malawi

  5. Hey ihr Lieben, klasse Eindrücke … ganz ohne beängstigende (Loch)Geräusche für uns daheim 🙂
    Euch weiterhin tolle Erlebnisse und fühlt euch gedrückt!!

  6. Hallo meine Lieben,
    …endlich Zeit, Euch zu schreiben…
    Außerdem musste ich Euren Bericht noch einmal ganz in Ruhe lesen. Und dann diese tollen und beeindruckenden Fotos – einfach super!
    Jetzt seid Ihr ja schon wieder ein ganzes Stück weiter gereist. Auch der 2. Teil der Tour wird sicherlich viel Spannendes für Euch bereit halten.
    Bleibt weiterhin gesund und munter und fühlt Euch ganz lieb umarmt von mir 🙂

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